Die Fähigkeit, die eigene Vergütung zu verhandeln, ist eine der wichtigsten Karrierekompetenzen. Der Arbeitsmarkt funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage: Ihr Wissen ist die "Ware", und der Arbeitgeber ist der Käufer.
Dem Arbeitgeber geht es eigentlich nicht um Ihr Netto, sondern um die "Gesamtkosten" (Brutto 2). Der Betrag, der auf Ihr Konto geht, hängt von Ihren privaten Faktoren (Kinder, Abzüge) ab, auf die der Arbeitgeber keinen Einfluss hat. Verhandeln Sie über die Bruttobasis, die fest und für alle gleich ist.
"Ich möchte eine Gehaltserhöhung, weil ich hier lange arbeite und die Miete gestiegen ist."
"Ich habe die Produktivität der Abteilung um 15 % gesteigert und direkt zum Umsatzwachstum des Unternehmens beigetragen. Ich halte eine Erhöhung des Bruttogehalts für gerechtfertigt."
Recherchieren Sie die durchschnittlichen Bruttogehälter für Ihre Position und Ihr Erfahrungsniveau auf Statistikportalen oder Foren. Kommen Sie mit konkreten Zahlen zur Verhandlung.
Ist das Budget für Bruttogehälter begrenzt, verhandeln Sie über steuerfreie Zuschüsse wie Essensgeld, Fahrtkosten, Boni oder Fortbildung. Das kostet den Arbeitgeber weniger und erhöht Ihr Nettoeinkommen direkt.