Die Lohnabrechnung ist Ihr wichtigstes Finanzdokument jeden Monat. Trotz moderner Software sind menschliche Fehler in der Buchhaltung häufig. Diese fünf Fehler kosten Arbeitnehmer oft viel Geld.
Monate haben keine feste Zahl an Arbeitsstunden. Je nach Arbeitstagen (Mo–Fr) variieren sie von 160 bis 184 Stunden.
Häufigster Fehler: Fällt ein Feiertag auf einen Arbeitstag, muss der Arbeitgeber diesen als „gearbeitet“ (8 Stunden) zählen, auch wenn Sie nicht gearbeitet haben. Arbeit am Feiertag muss zusätzlich vergütet werden. Manche Systeme behandeln Feiertage falsch – Ihr Gehalt fällt dann niedriger aus als vereinbart.
Die Steuerverwaltung erhöht jährlich die Beträge, die der Arbeitgeber steuerfrei zahlen kann (z.B. Prämien, Verpflegung). Oft wird ein „fester Netto-Betrag“ vereinbart – der Arbeitgeber füllt diesen mit steuerfreien Posten bis zum Limit. Steigt das Limit, kann sich Ihr Brutto/Pensionsanteil verschieben. Prüfen Sie, ob alle steuerfreien Zulagen maximal genutzt werden.
Die ersten Krankheitstage gehen auf Kosten des Arbeitgebers (70–85 % der Grundvergütung). Ab einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt HZZO (Staat) – anderes steuerliches Treatment. Fehler entstehen, wenn Buchhaltung den dreimonatigen Stundendurchschnitt falsch berechnet oder staatliche und Arbeitgebertage vermischt.
Der persönliche Freibetrag reduziert direkt Ihre Steuer und erhöht Ihr Netto. Unterhaltsberechtigte (Kinder, arbeitslose Ehepartner unter der Einkommensgrenze) erhöhen den Freibetrag.
Häufiger Fehler: Geburt oder Arbeitsaufnahme eines Kindes wird nicht rechtzeitig im System (e-Građani) eingetragen. Der Arbeitgeber zieht zu viel Steuer ab oder zahlt mehr Netto – das müssen Sie am Jahresende mit Strafzinsen zurückzahlen. Die Verantwortung für die aktuelle Steuerkarte liegt immer beim Arbeitnehmer.
Überstunden über „Prämien“ oder steuerfreie Anreize zu zahlen ist für den Arbeitnehmer sehr ungünstig. Überstunden sind gesetzlich +50 % vergütet und voll zu versteuern – sie erhöhen Renten- und Gesundheitsbeiträge. Manche Arbeitgeber verbuchen Stunden als „Gelegenheitsprämien“, um Beiträge zu sparen. Das führt zu geringerer Rente und Problemen bei der Arbeitsinspektion.
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Nutzen Sie unseren Rechner, um Brutto, Zuschläge und Status einzugeben und zu prüfen, ob das Ergebnis mit Ihrem Kontoauszug übereinstimmt.