Die Umrechnung eines Nettogehalts (des Betrags, den ein Arbeitnehmer auf sein Konto erhält) zurück in ein Bruttogehalt („Brutto 1“) ist ein komplexerer Prozess. Da Steuern und Beiträge auf den Bruttobetrag berechnet werden, erfordert die Berechnung von Netto zu Brutto eine umgekehrte mathematische Operation.
Bei der Berechnung von Brutto zu Netto werden Schritte und Prozentsätze linear angewendet. Bei Ausgang vom Netto-Betrag jedoch:
Die Berechnung erfolgt meist durch Aufstellen einer Gleichung, bei der „Brutto“ die Unbekannte (X) ist. Rechnerprogramme stellen die Gleichung auf Basis des bekannten Nettobetrags, des Freibetrags und des Wohnorts auf und lösen algebraisch nach X (Bruttobetrag).
Dabei muss das Programm vorab prüfen, in welche Steuerstufe der gewünschte Bruttobetrag fällt.
Viele Systeme vereinfachen das Problem durch einen iterativen Ansatz oder eine Brute-Force-Methode der Annäherung.
Wenn Sie beim Gehaltsgespräch von einem Netto-Betrag sprechen, hat der Arbeitgeber immer Brutto 2 im Kopf. Obwohl Sie über das Geld verhandeln, das Sie erhalten werden, sind die tatsächlichen Kosten für Ihre Stelle deutlich höher wegen der Beiträge, die auf das Gehalt bezahlt werden, also zusätzlich zu Ihrem vereinbarten Brutto-1-Betrag.